04.02.2019

HENRY THREADGILL dreck... und mehr dreck

 obwohl henry threadgill seit einigen jahrzehnten schon aktiv ist, habe ich erstmals im vergangenen sommer von ihm gelesen, in einer besprechung zweier aktueller alben in der wire. aber ich beschäftige mich ja erst seit kurzem etwas mehr mit jazz, daher tauchen namen, die anderen womöglich sehr vertraut sind, eben jetzt erst auf meiner musikalischen landkarte auf. vielleicht ist dadurch auch zu erklären, dass mich das henry threadgill 14 or 15 kestra: agg mit "dirt... and more dirt" gleich begeisterte. es fühlte sich so frisch an, gleichzeitig aber extrem entwickelt. eine gradwanderung aus genau und modern komponierten teilen und improvisation, teilweise in der instrumentation ungewöhnlich kombiniert (tuba, akkordion, klavier, bass, bleche, perkussion, und anderes mehr). exakt, brillant und immer spannend zu verfolgen. eigentlich auch erstaunlich eingängig.

 

threadgills zweites album in 2018 - henry threadgill double up ensemble "double up, plays double up plus" - hat mich dagegen kaum erreicht. hier wird die exaktheit des komponierens bis in die leblosigkeit getrieben. wobei ich generell durchaus interesse an lebloser musik haben könnte. wäre mal eine überlegung wert: top 7 der leblosen musik.