23.01.2014

TIM BUCKLEY dream letter










TIM BUCKLEY  dream letter - live in london 1968 (VÖ 1990)




Buckley war ja in der Zeit zwischen 1967 und 1970 sein eigenes Genre, eigentlich waren seine Platten jener Zeit wiederum innerhalb des Buckley-Genres eigene Genres. Umso größer meine Freude, als es 1990 einen unerwarteten Live-Nachklapp gab. Buckley im Konzert in London 1968, mit so nie gehörter Besetzung, weil Pentangle-Bassist Danny Thompson nur dieses eine Mal mitspielte. Recht frei werden die Songs umspielt, mit Buckleys Stimme als improvisierendem Mittelpunkt, um den sich alles dreht und wendet. Neben bekannten Buckley-Tunes auch mit sechs vorher unveröffentlichten Songs (drei eigene, drei Coverversionen), die für sich schon wieder eine ganze, genre-definierende Platte ergeben hätten. Magie, wenn man mich fragt. Der Sound ist vielleicht etwas zu kristallin, aber wie dem auch sei: Ein seltenes Beispiel dafür, dass auch 22 Jahre nach der Entstehung einer Aufnahme, sie noch nachträglich bei Veröffentlichung in den Kanon eingebaut werden kann.

Kommentare:

  1. Ich kann dem nur beipflichten! Dieses Album kannte ich bisher noch nicht, vielen Dank für diese Besprechung. Selten hat mich eine Aufnahme so hineingezogen.
    Magie - genau.

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  2. Danke fürs Feedback. Die Dream Letter ist wirklich absolut zu empfehlen.

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